30.08.2012


Dr. Sabine Obermüller

abcsg.future-Stipendiatin berichtet über ASCO 2012

Dr. Sabine Obermüller vom Brustkompetenzzentrum der Barmherzigen Schwestern Linz ist die zweite Stipendiatin, die den ASCO-Kongress 2012 über das abcsg.future-Programm besuchen konnte – und das alles kostenlos. Nach ihrer Rückkehr aus Chicago, Illinois haben wir sie interviewt.

1. Wie haben Sie die Kongresstage am ASCO 2012 in Chicago erlebt? Was waren aus Ihrer Sicht die inhaltlichen Highlights des Kongresses? 

Obermüller: Die Kongresstage waren sehr aufregend und interessant für mich. Am Beeindruckendsten war sicher die Plenarsitzung, alleine schon wegen der Tausenden Kongressteilnehmer, die im riesigen Saal gespannt auf die Präsentation der Studienergebnisse warteten. Das inhaltliche Highlight war auch für mich die Phase III-Studie EMILIA. Bei Patientinnen mit einem HER2-positiven Mammakarzinom, die bereits mit Trastuzumab vorbehandelt waren, zeigte das Antikörperkonjugat T-DM1 ein signifikant besseres progressionsfreies Überleben im Vergleich zur Standardtherapie mit Capecitabin und Lapatinib.

2. Hatten Sie auch Gelegenheit die österreichischen Präsentationen zu verfolgen?

Obermüller: Die Posterdiskussion von Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant und Assistenzprofessor Dr. Georg Pfeiler über den Zusammenhang zwischen Körpergewicht und Wirkung der Zoledronsäure in der Brustkrebsbehandlung war sehr interessant. Übergewichtige Patientinnen haben generell ein schlechteres Outcome, die positive Wirkung von Zoledronsäure zeigt jedoch keinen Unterschied zwischen krankheitsfreiem und Gesamtüberleben sowohl bei normal- als auch bei übergewichtigen Patientinnen.

3. Wie konnten Sie durch Ihren Mentor Priv. Doz. DDr. Michael Knauer vor Ort unterstützt werden?

Obermüller: Priv. Doz. DDr. Knauer hat mir gezeigt, wie ich mich am Besten auf den Kongress vorbereiten kann und vor allem im Übermaß an Vorträgen nicht den Überblick verliere. Wir haben uns einige Male zusammengesetzt und besprochen, welche Vorträge am Interessantesten für uns sind und uns einen genauen Plan mittels der App „iPlanner“ erstellt – das war sehr hilfreich.

4. Welche Erfahrungen können Sie an zukünftige StipendiatInnen weitergeben?

Obermüller: Da die Auswahl an Vorträgen und Postern immens ist, am besten nur auf 1-2 Themengebiete konzentrieren, da man sonst schnell die Übersicht verliert. Die App „iPlanner“ war sehr hilfreich für mich, da ich die interessantesten Vorträge im Kalender so schon für mich vormerken konnte.

5. Wer hat Sie auf abcsg.future aufmerksam gemacht? Kennen Sie auch andere Module des Nachwuchsförderprogramms der ABCSG?

Obermüller: Ich kenne das SABCS und die EBCC-8, da bereits KollegInnen von mir daran teilgenommen haben. Weiters erhalte ich regelmäßig Newsletter über abcsg.future. ASCO hat mir Priv. Doz. DDr. Michael Knauer selbst empfohlen. Ich möchte mich noch einmal herzlich bei der ABCSG bedanken, dass sie mir die Teilnahme an diesem großartigen Kongress ermöglicht hat!


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