09.12.2015

ABCSG 18
Michael Gnant

Wieder herausragendes Ergebnis von ABCSG 18 – Präsentation der DFS-Daten am SABCS

Am 9. Dezember 2015 präsentiert ABCSG-Präsident Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant in der General Session vor Tausenden internationalen Brustkrebs-ExpertInnen am San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS, 8.-12.12.) die mit Spannung erwarteten Ergebnisse eines weiteren Studienendpunkts der großen Adjuvans-Studie der ABCSG, dem disease-free survival.

Es wird darin deutlich, dass die Therapie mit dem monoklonalen Antikörper Denosumab, der in der bislang größten heimischen Brustkrebsstudie mit 3.425 postmenopausalen Patientinnen zusätzlich zur endokrinen Adjuvanstherapie mit Aromatase-Inhibitoren verabreicht wurde, einen weiteren wichtigen Vorteil hat. Obwohl ganz knapp an der statistischen Signifikanzgrenze, konnte gezeigt werden, dass Denosumab die Rezidivrate senkt – in einigen Subgruppen fiel das Ergebnis sogar eindeutig aus. Besonders Patientinnen mit Tumoren über 2cm Größe und frühzeitigem Behandlungsbeginn sowie Frauen mit Tumoren mit besonders hoher Rezeptordichte profitieren von der zusätzlichen und praktisch nebenwirkungsfreien Gabe von Denosumab.

„Dieses Ergebnis ist hoch erfreulich, zeigt es doch, dass adjuvantes Denosumab nicht nur Knochenbrüche halbiert, sondern auch die Rezidivrate von Brustkrebs verringert“, ist Studienleiter Prof. Gnant mit dem Ergebnis zufrieden. Er erwartet nun baldige Änderungen in der klinischen Praxis, da Denosumab bei ähnlicher Wirkweise ein positiveres Nebenwirkungsprofil aufweist als die bisher in der Osteoporosetherapie eingesetzten Bisphosphonate: „Denosumab sollte meiner Meinung nach allen postmenopausalen, hormonrezeptorpositiven Brustkrebspatientinnen angeboten werden“, ergänzt der ABCSG-Präsident.


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