24.11.2011

Fortbildungsabend am Brustzentrum Graz

Bone Health Management war das Thema

Schon zum zweiten Mal organisierte die ABCSG gemeinsam mit dem Brustzentrum Graz eine Fortbildungsveranstaltung, diesmal waren Zuweiser geladen. Neben einer Kurzvorstellung des vor einem Jahr gegründeten Brustzentrum Graz – ein Film wurde dazu gezeigt – widmete sich die Fortbildung dem Thema „Knochengesundheit“, das insbesondere für Brustkrebspatientinnen von Bedeutung ist.

Gleich zu Beginn des Abends wurden ein Film zum Brustzentrum und neueste Umfrageergebnisse präsentiert. ÄrztInnen, die an das Brustzentrum Graz zuweisen, sind mit selbigem in 80-94 Prozent sehr zufrieden. Aktivitäten wünscht man sich z.B. im Bereich Fortbildung, denen das Brustzentrum unter anderem mit dieser Fortbildungsveranstaltung bereits nachkam. H. Stöger ging als erster Redner in medias res und sprach über den Zusammenhang von Brustkrebs und Osteoporose bzw. Brustkrebs und Knochenmetastasen und diskutierte die therapeutischen Ansatzpunkte. H. Hauser gab einen Überblick über die aktuelle operative Therapie und ging insbesondere auf die Giuliano-Studie ein. 991 Frauen mit T1- oder T2-Tumoren wurden geprüft, bei denen ein oder zwei Sentinel-Lymphknoten positiv waren.

Bei der Hälfte wurden mindestens zehn weitere axilläre Lymphknoten entfernt, in der Kontrollgruppe wurde darauf verzichtet. Alle Frauen erhielten eine Bestrahlung der Brust und einige eine adjuvante Chemotherapie, wenn notwendig. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass sich kein Unterschied im Gesamtüberleben zeigt, und sorgt aktuell für Diskussionsstoff. H. Schöllnast brachte einen Überblick zur bildgebenden Diagnostik bei Verdacht auf Knochenmetastasen und beschrieb die unterschiedlichen Methoden vom Skelettröntgen bis hin zum MRT.

Den Schlusspunkt der Fortbildung setzte V. Bjelic mit einer Kurzvorstellung aller laufenden ABCSG-Studien (18, 26 und 28) am Brustzentrum Graz.

Direktor G. Brunner wie auch H. Samonigg und K. Tamussino dankten fürs Kommen und man war sich darüber einig, dass Fortbildungen dieser Art immer auch die wissenschaftliche Diskussion beleben.


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