05.03.2013

Gelungener Auftakt „Science and Cases“

Weitere Fortbildungen in den Bundesländern sind bereits geplant

Die neue Fortbildung zum Mammakarzinom, bei der auf Frontalvorträge verzichtet wird und ausschließlich Patientinnenfälle diskutiert werden, kam gut an. Das verrieten die Beteiligung aller TeilnehmerInnen an den Diskussionen in den Kleingruppen, die wechselnden Gruppensprecher, die die Ergebnisse präsentierten und eine entspannte Atmosphäre von Anfang bis Ende der Veranstaltung. Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant und Univ.-Prof. Dr. Günther Steger, ein eingespieltes Moderatorenteam, stellten interessante Zusatzfragen, die die Diskussion im Plenum erneut anfachte.

Zu Science and Cases waren an die 30 ÄrztInnen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen gekommen. In drei Gruppen wurden fünf spannende Brustkrebsfälle in verschiedenen Settings diskutiert. Den Anfang machte Dr. Ursula Selim mit der Vorstellung eines adjuvanten HER2 negativen Falls.

Die TeilnehmerInnen waren aufgefordert zu besprechen, ob eine Chemotherapie oder eine Antihormontherapie die Therapie der Wahl ist und darüber hinaus, ob die Patientin von der Zugabe von Zoledronat profitieren könnte. Sehr kontroversiell wurde die Diskussion bezüglich Chemotherapie ja/nein geführt, da die Patientin nur einen positiven Lymphknoten hatte.

Dr. Peter Panhofer hatte einen neoadjuvanten Fall vorbereitet, bei dem es unter anderem galt, die Frage nach dem operativen Vorgehen zu beantworten. Dr. Georg Pfeiler konnte mit seinem Fall zeigen, dass sich in der Brustkrebsforschung vieles bewegt und die Vorgangsweise 2006 sich von der heutigen durch die Möglichkeit, ganz neue Substanzen einzusetzen, unterscheidet. Dr. Robert Königsberg richtete die Frage nach der passenden 2nd line Therapie, wenn die Patientin 1st line bereits 6 Zyklen Herceptin/Taxotere und anschließend Herceptin/Femara bekommen hatte und danach ein hepataler Progress in allen Segmenten auftritt.

Eine high risk Patientin mit triple negativ Status spricht auf eine Carbo-, Sisplatin Kombination an – diesen Fall hatte Dr.  Laurenz Vormittag vorbereitet. Ideal, um diesen Fortbildungsabend „Science and Cases“, in doppelter Hinsicht positiv zu beenden – mit einem positiven Fall und auch noch zeitgerecht nach 2 Stunden. Fortsetzung folgt!

Bilder von der Veranstaltung am 4. März 2013 in Wien


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