ABCSG Pressekonferenz zur Veröffentlichung der Ergebnisse der Studie ABCSG 16 / S.A.L.S.A. im New England Journal of Medicine

30.07.2021

Die ABCSG hat die optimale Dauer einer Antihormontherapie bei der Behandlung des luminalem Mammakarzinom bei knapp 3500 postmenopausalen Patientinnen in der breitangelegten prospektiven Phase-III-Studie ABCSG 16 / S.A.L.S.A untersucht.

In der an 75 österreichischen Zentren durchgeführten klinischen Studie erhielten diese postmenopausalen Patientinnen mit frühem hormonrezeptor-positivem Brustkrebs eine zusätzliche zwei- bzw. fünfjährige erweiterte Anastrozol-Therapie mit dem Ziel, deren Wirksamkeit zu überprüfen. Das krankheitsfreie Überleben war dabei der primäre Endpunkt, sekundäre Endpunkte waren das Gesamtüberleben, die Zeit bis zum Auftreten eines kontralateralen Brustkrebses, die Zeit bis zum Auftreten eines zweiten Primärkarzinoms und die Rate der klinischen Knochenbrüche. Mit der umfangreichen und vor allem auch lange nachbeobachteten Patientengruppe konnten die ABCSG eindeutig zeigen, dass postmenopausale Patientinnen mit hormonrezeptor-positivem Brustkrebs mit durchschnittlichem Risiko, nicht von einer verlängerten adjuvanten Anti-Hormontherapie nur mit Anastrozol über eine Gesamtbehandlungsdauer von sieben Jahren hinaus profitieren.

Nach fast 20 Jahren Studiendauer wurden in der Nacht vom 28. auf den 29. Juli 2021 diese wichtigen Ergebnisse für die Therapie des hormonrezeptor-positiven Mammakarzinoms im renommierten New England Journal of Medicine veröffentlicht.

Der Pressekonferenz, die dazu am 29. Juli um 10 Uhr im APA Pressenzentrum stattfand, folgten gesamt etwa 180 Personen online, was die Relevanz der Ergebnisse untermauert. Studieninitiator und ABCSG Präsident Prof. Michael Gnant präsentierte die Ergebnisse mit seinen ABCSG KollegInnen und Studienautoren Prof. Marija Balic, Prof. Richard Greil und Prof. Christian Singer.

Erfahren Sie mehr dazu unter der ›  Rubrik Presse

Die Aufzeichnung der Pressekonferenz



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