25.05.2011

3 Patientinnen nehmen bereits an ABCSG-28 teil
Erste Studie der ABCSG zur Stammzellhypothese

Es ist soweit. 3 Mammakarzinompatientinnen nehmen bereits an ABCSG-28 teil. Mehrere Zentren wurden für die Randomisierung freigeschaltet, einige mehr kommen in den nächsten Wochen hinzu. Die Studie beschäftigt sich mit der onkologisch derzeit vielfach diskutierten Stammzellhypothese.

In der Studie eingeschlossen werden primär metastasierte Mammakarzinompatientinnen, bei denen der Primärtumor nicht operiert wurde. Hypothetisch könnte es sinnvoll sein, diesen Primärtumor operativ zu entfernen. Man geht davon aus, dass durch die Operation Krebsstammzellen bzw. vom Primärtumor ausgehende Signale ausgeschaltet werden können und dies zu einer verbesserten systemischen Therapiewirkung führt. Damit könnte es zu einem verbesserten Gesamtüberleben kommen.

Seit dem Start wurden 3 Patientinnen von der Universitätsklinik für Chirurgie an der MUW eingeschlossen. Derzeit wird intensiv an der Freischaltung weiterer Zentren gearbeitet – 5 sind es derzeit, darunter die Abteilung für Gynäkologie und gynäkologische Onkologie der MUW, die Chirurgische Abteilung in Oberpullendorf, das LKH Feldkirch und die Kooperative Gruppe in Wels. 4 weitere Zentren (Initiierungen in St. Veit, Linz, Graz) kommen demnächst hinzu.

In Österreich wird es nur wenige geeignete Patientinnen für diese Studie geben. Deshalb ist es wichtig, dass auch nicht an der Studie teilnehmende ABCSG-Zentren mögliche Patientinnen eruieren, über die Studie aufklären und nach Möglichkeit an ein teilnehmendes Zentrum für die Studienteilnahme überweisen. Das wäre im wahrsten Sinne des Wortes „POSYTIVE“.


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