20.03.2017


Michael Gnant
Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant
Foto: © MedUni/Matern

St.-Gallen-Guidelines: Was ist neu?

Am 18. März fand im Austria Center Vienna im Rahmen der 15. St. Gallen Breast Cancer Conference das Konsensusmeeting mit 55 internationalen ExpertInnen statt – ABCSG-Präsident Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant war einer von ihnen.

Die wichtigste Neuerung ist sicherlich, dass der Einsatz der neoadjuvanten Therapie auch auf PatientInnen mit triple-negativen und HER2-positiven Mammakarzinomen ausgeweitet werden soll. In Österreich bereits gängige Praxis, betrifft dieses Vorgehen ca. ein Drittel der neudiagnostizierten PatientInnen.
Außerdem soll sich der chirurgische Eingriff im Anschluss an den Grenzen des geschrumpften Tumors orientieren, nicht an der ursprünglichen Größe – das wurde eindeutig festgehalten.

Die dritte wesentliche Empfehlung ist den positiven Ergebnissen der ABCSG-Studie 18 zu verdanken: Sowohl bei postmenopausalen Patientinnen unter Antihormontherapie als auch bei jüngeren Frauen, die eine solche Therapie bei hormonabhängigen Brustkrebs erhalten, sollte zusätzlich eine Behandlung mit Bisphosphonaten oder Denosumab erfolgen. So wird das Risiko von Fernmetastasen und also das Rezidivrisiko reduziert und außerdem die Lebensqualität der Patientinnen erhalten, da Osteoporose bzw. auch Osteopenie als Langzeitwirkung einer Antihormontherapie vermieden werden kann.

Originalpublikation siehe hier: https://www.abcsg.org/wp/wp-content/uploads/2015/04/The-Lancet-online-June-1-2015.pdf

Auch 2019 und 2021 wird St. Gallen wieder in Wien zu Gast sein, wir freuen uns, wenn auch Sie wieder mit dabei sind!


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