09.12.2017

Priv.-Doz. Dr. Peter Dubsky
Priv.-Doz. Dr. Peter Dubsky

SABCS: Präsentation EndoPredict und ABCSG 34

Am Freitag Nachmittag präsentierte Priv.-Doz. Dr. Peter Dubsky, noch immer sehr aktiv im Netzwerk der ABCSG, die spannenden Daten des EndoPredict-Tests, der bei Patientinnen mit HR+/HER2- Mammakarzinom aus der Studie ABCSG 34 die Resttumorlast (residual cancer burden, RCB) bei neoadjuvanter Chemotherapie voraussagen soll (EP-Score).

Gearbeitet wurde mit Biopsien von 217 Patientinnen mit Hormonrezeptor-positivem Brustkrebs, davon erhielten 134 Frauen eine neoadjuvante Chemotherapie. Die anderen 83 hatten ein Luminal-A-Mammakarzinom und bekamen eine neoendokrine Behandlung. Primärer Endpunkt der Untersuchung war RCB 0/I vs. RCB II/III zum Zeitpunkt der Operation.

In der Gruppe mit neoadjuvanter Chemotherapie hatten 125 Patientinnen hohe EP-Werte, und neun Frauen einen niedrigen EP-Wert. Die Ergebnisse zeigen, dass 26,4% der Patientinnen mit einem hohen Score ein gutes Ansprechen (RCB 0/I) auf die neoadjuvante Chemotherapie zeigten, während die Patientinnen mit einem niedrigen Score nur mäßiges Tumoransprechen zeigten. In der Luminal-A-Gruppe hatten 39 Patientinnen einen hohen EP-Score und 44 einen niedrigen. Die Ergebnisse zeigen, dass 27,3% der Patientinnen mit einem niedrigen und 7,7% mit einem hohen Score eine sehr gute  Reaktion (RCB 0/I) auf die neoendokrine Therapie zeigten.

„Die Ergebnisse dieser spannenden Studie deuten darauf hin, dass Frauen mit einem hohen EP-Score besser auf neoadjuvante Chemotherapie ansprechen als solche mit einem niedrigen Score, während Patientinnen mit einem niedrigen EP-Score besser auf eine neoadjuvante endokrine Therapie ansprechen“, meint Doz. Dubsky, Principal Investigator der Studie, zu dem Ergebnis. „Diese Ergebnisse sind für eine bessere Patientenauswahl für biomarkergesteuerte Studien im neoadjuvanten Setting durchaus relevant.“


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