23.11.2011

Patienteninformationsabend mit Vernissage in Baden

Der Andrang war groß

Es hat schon fast Tradition im Landesklinikum Thermenregion Baden, dass alle zwei Jahre eine Informationsveranstaltung für Patientinnen und Interessierte zum Thema „Brustkrebs“ stattfindet. Der Einladung des Initiators OA Dr. Harald Trapl folgten diesmal an die 150 TeilnehmerInnen. Es wurde ein informativer und gleichzeitig sehr berührender Abend

Der ärztliche Direktor hieß die vielen TeilnehmerInnen willkommen und ergriff die Gelegenheit, auch gleich über den geplanten Neubau des Thermenklinikums, das 2016/2017 eröffnet und aus drei neuen Türmen bestehen wird, zu berichten. Der Vorstand der Chirurgie, Univ.-Doz. Dr. Erwin Kovats, machte dann mit Stolz auf die hervorragende Kooperation mit den umliegenden Krankenhäusern aufmerksam, von der die Vortragenden ad personam zeugten. OA Dr. Klaus Weiland von der Abteilung für Strahlentherapie des Landesklinikums Wiener Neustadt informierte in seinem Vortrag über die Strahlentherapie und ihre Bedeutung als Standardtherapie bei Brustkrebs. Er erläuterte ausführlich, wie bei der Therapie kurativ und palliativ vorgegangen wird.

Man bekam einen guten Überblick über den Einsatz der Strahlentherapie. Oberärztin Dr. Doris Spreitzer sprach danach über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Brustrekonstruktion, bei der man eine Sofort- und Spätrekonstruktion unterscheidet und die Möglichkeiten hat, dafür Eigen- oder Fremdgewebe oder beides zu verwenden. Mehrmals wurde dabei betont, dass die Brustrekonstruktion keine Schönheits-OP ist, auch wenn die OP-Ergebnisse, wie in den gezeigten Beispielen, sehr ästhetisch sind.

OA Dr. Harald Trapl fasste die bereits 15-jährige Zusammenarbeit der Chirurgischen Abteilung Baden mit der ABCSG anhand von den Studienbeispielen 8 und 16 zusammen und verwies auch auf die aktuell am Zentrum laufende Studie ABCSG-18. Mit anschaulichen Slides konnte er die großartige Entwicklung des Zentrums hinsichtlich Brusterhaltungsrate demonstrieren, die derzeit bei über 83 Prozent liegt. Mit ähnlichen Erfolgen konnte er auch in Bezug auf Sentinellymphknoten und Diagnostik aufwarten und lobte auch die seit 2007 praktizierte Zusammenarbeit im Tumorboard.

Sehr berührend wurde es dann gegen Ende, als eine Patientin über ihre Krankheitserfahrung sprach. Vor allem um das „Annehmen der Krankheit“ ging es dabei. Burgi Steininger, auch Brustkrebspatientin, sprach ganz zum Schluss über ihre Bilder, die in der aktuellen Ausstellung „Malerei von Burgi Steininger“ am Klinikum Thermenregion Baden noch bis 18. Dezember 2011 zu sehen sind. Die Farben, die die Künstlerin verwendet, sind stimmig und ihre Bilder schlichtweg „beseelt“.

Bilder von der Veranstaltung am 22.11.2011


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