01.12.2010

EXPERTS ON TOUR® am 1.12.2010 in Graz – Wie gewohnt interessant

Trotz der schlechten Witterungsverhältnisse – Schneefall nahezu den ganzen Tag – kamen viele interessierte ÄrztInnen, darunter auch RadiologInnen und PathologInnen zur Fortbildungsveranstaltung „EXPERTS ON TOUR®“ nach Graz. Wie jedes Jahr fand die Veranstaltung in der Orangerie im Burggarten statt, der sich tief verschneit präsentierte und eine Atmosphäre schuf, die dazu einlud, den Abend in der Diskussion und beim netten Beisammensein unter KollegInnen zu verbringen. Interessante wissenschaftliche Vorträge und Fallbeispiele standen auf dem Programm.

Prof. Herbert Stöger brachte gleich zu Beginn einen Überblick der wissenschaftlichen Daten zur optimalen Therapiedauer beim Mammakarzinom. Dr. Florentia Peintinger setzte dann mit einem interessanten, und wie sich herausstellte auch diskussionswerten Fallbeispiel fort, das zeigte, dass sich insbesondere Brustkrebspatientinnen sehr genau über die Therapiemöglichkeiten informieren und durch die google-Informationsflut auch fehlgeleitet werden können. Es ging dann darum, wie man Patientinnen wieder auf den richtigen Weg bringt und sie von der vorgeschlagenen Therapie auch überzeugt und, wenn nicht, wie man weiter vorgeht.

Prim. Peter Krippl brachte eine Zusammenfassung zu einer relativ neuen endokrinen Therapieoption und besprach Wirkprinzip und aktuelle Datenlage für den Einsatz von Fulvestrant. Auch Chirurg Dr. Walter Herz brachte die Diskussion durch eine weitere interessante Fallbeschreibung in Gang, bei der die Patientin unter anderem zunächst eine Chemotherapie ablehnte, schließlich überzeugt werden konnte, aber dann mit zahlreichen Nebenwirkungen zu kämpfen hatte. Auch bei diesem Beispiel wurde die Vorgangsweise mit den zusätzlichen Komplikationen, die bei der Patientin auftraten, besprochen. Dem Thema „Nachsorge“, das ebenfalls intensiv diskutiert wurde, widmete sich Dr. Gero Luschin. Die Meinungen gingen bei der Frage der jährlichen Kontroll-Untersuchungen auseinander. Es stellte sich die Frage, ob nicht auf viele verzichtet werden könnte, wenn die Kommunikation mit der Patientin bzw. mit dem betreuenden Hausarzt verbessert werden würde.

Prof. Hellmut Samonigg, Gastgeber des Fortbildungsabends, brachte es auf den Punkt, indem aus seiner Sicht nur über die Diskussion und die gemeinsame Auseinandersetzung Neues und Besseres für unsere Patientinnen entstehen könne.

Download Programm

Bilder von der Veranstaltung:

Mittwoch, 1. Dezember 2010, 18:30 Uhr
Orangerie im Burggarten (Eingang Burgportier)
Hofgasse 13
8010 Graz


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