Vorstandsmitglied der ABCSG eröffnet
erste Risikoberatungsstelle für Brustkrebs in Linz

02.05.2005

IRIS hilft den Frauen

Frauen, bei denen die Mutter oder ein anderes Familienmitglied an Brustkrebs erkrankt ist, zählen zweifellos zu den Risikopatientinnen für ein Mammakarzinom. Ob sie tatsächlich gefährdet sind und, wenn ja, wie hoch das Brustkrebs-Risiko im Einzelfall ist, kann man bei „IRIS – Risikoberatung und Vorbeugung von Brusterkrankungen“ in Linz präzise feststellen. Die Beratungsstelle ist am 15. April von Dr. Christoph Tausch, Vorstandsmitglied der ABCSG, eröffnet worden.

Der Linzer Chirurg richtet sich mit seinem neuen Angebot speziell an Frauen, in deren Familien Fälle von Brust- oder Eierstockkrebs aufgetreten sind, an Patientinnen die bereits einmal an einem Mammakarzinom oder einer Brustkrebsvorstufe erkrankt waren und an Frauen, die eine erhöhte Belastung mit weiblichen Hormonen hatten, wie beispielsweise Frauen, die mehr als zehn Jahre zur Linderung von Wechselbeschwerden eine Hormonersatztherapie eingenommen haben: „Erst wer über sein Risiko Bescheid weiß, kann dazu beitragen, die Krebserkrankung zu verhindern oder zumindest zum frühest möglichen Zeitpunkt zu erkennen. Die Heilungschance ist dann sehr hoch.“

Zur Einstufung dienen unter anderem Familiengeschichte, Lebensstil und Genetik. Moderne Verfahren wie die Gewinnung von Zellen aus den Milchgängen durch eine Milchgangspülung oder die visuelle Milchgangsdarstellung geben zusätzlich Aufschluss darüber, ob sich unter den bei den Untersuchungen gewonnenen Epithelzellen auch Krebszellen befinden und ob bei der Patientin die Tendenz vorhanden ist, einen Brustkrebs zu entwickeln.



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