18.11.2014

Saalfelden Neu – die 23. Jahrestagung im gestrafften Format

Von 7.-8. November fand die ABCSG-Jahrestagung in Saalfelden erstmals an 2 statt 3 Tagen statt – und das gleich mit einem Teilnehmerrekord von 320 Personen!

Am Freitag ging es gleich um 14 Uhr mit den Vorträgen los – ABCSG-Präsident Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant gab in seiner Eröffnungsrede einen Überblick über die Meilensteine (u.a. PADCD bei ABCSG 18) und To-Do’s (besonders der Data Base Lock bei ABCSG 18 am 2. März 2015!) der laufenden Studien und umriss die anstehenden Projekte, die die nächsten Jahre der ABCSG maßgeblich mitbestimmen werden – besonders das internationale Großprojekt ABCSG 42/PALLAS wurde hervorgehoben. Dass hier die Zeit überschritten wurde, spricht für die Vielzahl an Aktivitäten, die auf die Studyteams und das Trial Office zukommen werden: neben den kurz vor Start stehenden ABCSG 36/Penelope, ABCSG 37/NeoPhoebe, ABCSG 38/Lorelei, ABCSG 41/OlympiA und ABCSG P02 natürlich auch die bereits randomisierende ABCSG 40/BYL719.

Eine schöne Überraschung gab es auch für den Trial Office Director Mag. Hannes Fohler – anlässlich des 10jährigen Jubiläums bei der ABCSG gratulierte Prof. Gnant seinem „alter ego“ sehr herzlich und bedankte sich mit einem Magnumflasche Champagner für die gute Zusammenarbeit – die ABCSG schließt sich den Glückwünschen selbstverständlich an!

Mamma-Sessions

Danach übernahmen die ABCSG-Vorstandmitglieder Prim. Univ.-Prof. Dr. Richard Greil und Univ.-Prof. Dr. Günther Steger den Vorsitz für den ersten Block der Mamma-Sessions und Univ.-Prof. Dr. Singer eröffnete mit einem Vortrag über BRCA-Mutationen. Im weiteren Verlauf ging es um PARP- sowie CDK-Inhibitoren und einen Überblick über die neuen ABCSG-Studien ABCSG 40 und ABCSG 42, wo die ABCSG immerhin als Ex-US-Sponsor fungiert – eine große Herausforderung, die die Errungenschaften der letzten Jahrzehnte bestätigt und bei der besonders die Studienzentrale ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen kann.

In der Kaffeepause herrschte dichtes Gedränge vor dem Konferenzsaal und der neue Teilnehmerrekord machte sich hier besonders stark bemerkbar. Danach ging es mit den bereits laufenden ABCSG-Studien weiter, wo Univ.-Prof. Dr. Günther Steger für den kurzfristig verhinderten Univ.-Prof. Dr. Hellmut Samonigg als Vorsitz einsprang. Es gab ein Update der neoadjuvanten, adjuvanten sowie der chirurgischen Protokolle. Auch über Register, besonders über das seit Jänner 2014 laufende ABCSG 33R von ABCSG-Vorstandsmitglied Univ.-Prof. Dr. Florian Fitzal, wurde das interessiert lauschende Publikum informiert. In seinem Vortrag über die neoadjuvanten Studien rief ABCSG-Vorstandsmitglied Priv.-Doz. Dr. Peter Dubsky vor allem die jüngeren KollegInnen dazu auf, beim abcsg.research-Meeting am 15. Jänner 2015 in der Studienzentrale dabei zu sein: „Wir sind alle im T-Shirt, es gibt genug zum Essen und Trinken – kommen Sie mit neuen Ideen, kommen Sie aus Interesse! Aber kommen Sie!“

Viel Zeit blieb nun nicht mehr, um sich für die Abendveranstaltung frisch zu machen, vor allem die Study Nurses und Study Coordinators mussten sich beeilen, um rechtzeitig beim Come Together des Forum Study Nurses & Coordinators dabei zu sein. Die Gründerin des Forums, DGKS Natalija Frank, MPH, gab einen umfassenden Überblick über die Aktivitäten des Forums 2014 und einen Ausblick auf die nächsten Schritte 2015.

Drei Preisverleihungen am Abend

Die Abendveranstaltung stand ganz im Zeichen des Preisregens: Zuerst wurde der Young Investigator Award an die junge Tirolerin Dr. Theresa Czech verliehen, die vor allem ihrem Team ganz besonders dankte. Und auch Natalija Frank hatte große Schecks dabei, die neue Besitzer suchten. Im Rahmen des Advanced Study & Care Programs wurde eine Fortbildung für die sympathische Grazer Studienkoordinatorin Angelika Boandl, BSc (siehe ABCSGinside 3/14) unterstützt sowie eine Teambuildingsmaßnahme für das Studyteam aus Wels – die ABCSG gratuliert allen PreisträgerInnen sehr herzlich!

Nach dem Abendessen wurde von einigen die Bar, von den meisten allerdings die Tanzfläche gestürmt und bis 2 Uhr morgens durchgetanzt.

Samstag: Sessions und Workshops

Trotzdem waren am nächsten Tag alle motiviert, als es um 9 Uhr wieder mit den Sessions losging. Diesen ersten Block bestritten die Strahlentherapeuten unter Vorsitz von Univ.-Prof. Dr. Felix Sedlmayer und Dr. Christoph Tausch, die in den ersten Minuten vor allem darum bemüht waren, Ruhe in den Saal zu bringen. Nachdem auch das gelungen war, ging es mit Updates über die Radiotherapie weiter.

Danach ergriffen die abcsg.future-Stipendiaten Dr. Paul Schlagnitweit und Dr. Christoph Suppan das Wort und berichteten über ihre Eindrücke bei den von der ABCSG ermöglichten Kongressbesuchen: der Grazer Dr. Suppan sprach über SABCS 2013, Dr. Schlagnitweit aus Linz präsentierte eine schöne Zusammenschau seiner Erlebnisse am ESMO 2014. Gefolgt wurden diese kurzweiligen Präsentationen von abcsg.research-Themen, u.a. sprachen Assoz. Prof. Mag. Dr. Martin Filipits und Assoz. Prof. Priv.-Doz. Dr. Marija Balic über die translationalen Forschungsprojekte TransHERA und die Stammzellen aus ABCSG 28.

Nach einer durchaus nötigen Mittagspause starteten zeitgleich vier Workshops und es ging im Hauptsaal mit den Sessions der Colorectal Branch weiter. Da die Workshops heuer wieder starken Zuspruch hatten, waren zwar nicht mehr so viele ZuhörerInnen im Saal, doch die Updates vom Leiter der Branch, Prim. Univ.-Prof. Dr. Josef Thaler, über laufende und vor allem geplante Projekte wurden vom Publikum mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Den Abschluss der Vorträge machte wie immer die Task Force Pankreas unter dem Vorsitz von Univ.-Prof. Dr. Martin Schindl und nach einer kurzen Danksagung durch den ABCSG-Präsidenten machten sich die BesucherInnen dann auch pünktlich um 16.30 Uhr auf dem Heimweg.

Saalfelden Neu war auf jeden Fall ein Erfolg und die Qualität der Vorträge auch in diesem Jahr wieder sehr hoch – wir freuen uns auf nächstes Jahr, wenn es in Saalfelden wieder heißt: ABCSG – be first!

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