Renommiertes Fachjournal publiziert Forschungsarbeit der ABCSG

13.12.2007

Die Krebsforschung in Österreich erregt internationale Aufmerksamkeit. Neueste Erkenntnisse zu einer Verlängerung der Behandlung von Brustkrebspatientinnen, welche die ABCSG durch die 6a-Studie erarbeitet hat, wurden jetzt in der aktuellen Ausgabe des renommierten „Journal of the National Cancer Institute (JNCI)“ publiziert.

Das JNCI ist die weltweit viertgrößte Fachzeitschrift zum Thema Krebs. Arbeiten, die dort veröffentlicht werden, erreichen ein hochkarätiges Fachpublikum und beeinflussen damit die Behandlung von Krebs nachhaltig.

Die Daten der Studie 6a der ABCSG, die jetzt im Journal of the National Cancer Institute publiziert wurden, zeigen, dass postmenopausale Patientinnen mit einem hormonsensitiven Brustkrebs im Frühstadium von einer verlängerten adjuvanten Therapie mit dem Aromatasehemmer Anastrozol messbare Vorteile haben.

Die Frauen hatten nach der operativen Entfernung des Tumors fünf Jahre lang das Antiöstrogen Tamoxifen bekommen und waren danach metastasenfrei. Nach diesen fünf Jahren erhielt eine Patientengruppe weitere drei Jahre lang Anastrozol, während die Kontrollgruppe nach den fünf Jahren keine weiteren Medikamente bekam.

Die Frauen profitierten von einer verlängerten Antihormontherapie mit dem Aromatasehemmer in einem unerwartet hohen Ausmaß. Das neuerliche Auftreten von Brustkrebs wurde dadurch um 38 Prozent reduziert. Auch Fernmetastasen traten messbar weniger oft auf. Das Risiko der betroffenen Frauen ging in dieser Hinsicht sogar um 47 Prozent zurück.

Univ.-Prof. Dr. Raimund Jakesz, Leiter der Studie und Autor:

„Auf den österreichischen Beitrag zur Verbesserung der adjuvanten Therapie des Mammakarzinoms können wir mit Recht stolz sein.“

Download 6a Paper

Weblink: Bericht Reuters »



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