13.07.2005

Neue Strategie gegen Brustkrebs
Einsatz von Antikörpern verbessert die Chance der Patientinnen signifikant

Die Chancen für Brustkrebspatientinnen, die bisher mit einer schlechten Prognose leben mussten, haben sich dank einer neuen Strategie im Kampf gegen den Krebs merklich verbessert.

Durch den Einsatz von Antikörpern, die Krebszellen am Wachstum hindern und den Tumor gezielt bekämpfen, sind bei einer aggressiven Brustkrebs-Art die Fälle von erneutem Auftreten von Krebs nach einer Operation um fast 50 Prozent zurückgegangen. Entsprechende Studien, an denen zum Teil auch die Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group (ABCSG) führend beteiligt war, wurden dieser Tage auf dem Meeting der American Society of Clinical Onocology (ASCO) in Orlando präsentiert.

Jede achte Frau in Österreich erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs, zwischen 20 und 25 Prozent von ihnen leiden an einem HER2-positiven Brustkrebs, einer besonders aggressiven und nachhaltigen Form. 23 Prozent dieser Brustkrebs-Patientinnen erkranken im Laufe der ersten beiden Jahre nach der Operation und der darauf folgenden Chemotherapie erneut an Brustkrebs. Im Zuge der internationalen HERA-Studie –
sie ist eine der größten Studien, die jemals bei Patientinnen mit Brustkrebs durchgeführt wurde – wurde jetzt bei HER2-positiven Frauen eine zusätzliche Immuntherapie untersucht.

46 Prozent weniger Rezidive

Von den 3387 ausgewerteten Patientinnen der HERA-Studie wurden bisher 347 Rezidive – also Neuauftreten von Krebszellen – registriert. Das Risiko ein Rezidiv zu erleiden, war in der Gruppe der Patientinnen, die Herceptin® erhalten haben, um 46 Prozent geringer als bei jenen Frauen, die diese Therapie nicht erhielten.


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