08.04.2013

Astrid Berger

Mit abcsg.future nach St. Gallen

Interessanter Kongress-Aufenthalt für eine junge Assistenzärztin

Dr. Astrid Berger von der Frauenklinik in Innsbruck war in diesem Jahr bei der St. Gallen Breast Cancer Conference über das abcsg.future-Programm dabei. Sie war vom Kongressaufenthalt und den internationalen ReferentInnen begeistert. Im Interview erzählt sie uns ihre Eindrücke.

Seit November 2012 arbeitet Dr. Astrid Berger im Brustgesundheitszentrum der Frauenklinik Innsbruck als Assistenzärztin und seitdem ist sie auch für die Aufklärung, Betreuung und Behandlung von ABCSG-Studienpatientinnen mitverantwortlich – und sie engagiert sich sehr. Aus diesem Grund erhielt sie das Kongress-Stipendium für die 13th St. Gallen International Breast Cancer Conference. Im Interview erzählt sie von ihrem Aufenthalt.

Was waren für Sie die Highlights der 13th St. Gallen International Breast Cancer Conference?

Die interessantesten Sessions für mich waren „Advances in Surgical management for early breast cancer“, „Transforming the treatment of  advanced breast cancer“ und „Adjuvant systemic treatment for the individual patient“. Es ist ein Genuss hervorragenden Rednern, wie Martine Piccart, William Wood oder Kathy S. Albain zu lauschen. Sehr interessant war dann auch die eigentliche Konsensus Findung – wenn ein Panel an Experten elektronisch und für alle Teilnehmer sichtbar über Behandlungsrichtlinien abstimmt. Dabei zeigt sich auch, dass manche Fragen kontrovers zu diskutieren sind.

Wurden Ihre Erwartungen an die Konferenz erfüllt?

Auf alle Fälle! Es wurden die Ergebnisse der neuesten klinischen Studien in tollen Präsentationen vorgestellt. Renommierte Experten zeigten keine Scheu, und haben auch in den Kaffeepausen abseits des Podiums wichtige Fragen beantwortet und diskutiert.

Hatten Sie auch Gelegenheit sich mit Ihrem Mentor oder KollegInnen aus anderen Krebsforschungszentren auszutauschen?

Mein Mentor, Priv. Doz. DDr. Michael Knauer vom Brustgesundheitszentrum des Krankenhauses der Barmherzigen Schwestern in Linz hat sich die Zeit genommen, gemeinsam das Wesentliche aus den einzelnen Sessions herauszuarbeiten und vielleicht etwas komplizierte Vorträge auf einen Punkt zu bringen. Somit habe ich noch mehr von der Konferenz profitiert.

Wie gut konnten Sie sich auf dem Kongress zu Recht finden?

Da es in St. Gallen keine parallelen Veranstaltungen gibt und alle Sessions in einem großen Saal stattfinden, war das Zurechtfinden kein Problem.

Die Breast Cancer Conference kommt nach Wien. Ist das aus Ihrer Sicht ein Gewinn für Österreich, für den wissenschaftlichen Austausch?

An der St. Gallen Konsensus Konferenz nehmen ca. 4000 Experten aus über 100 verschiedenen Ländern teil. Somit denke ich, dass das eine große Ehre und Chance für Österreich darstellt.


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