19.12.2013

Mit abcsg.future beim SABCS in Texas

Dr. Christoph Suppan und Univ.-Prof. Dr. Michael Stierer

Univ.-Prof. Dr. Michael Gnant am SABCS 2013


Klick zum Vergrößern der Bilder

Im Rahmen des abcsg.future-Programms konnte diesmal Dr. Christoph Suppan, der in der Klinischen Abteilung für Onkologie an der Medizinischen Universität Graz unter der Führung von Univ.-Prof. Dr. Hellmut Samonigg tätig ist, am San Antonio Breast Cancer Symposium 2013 in Texas teilnehmen. Als Mentor stellte sich Univ.-Prof. Dr. Michael Stierer zur Verfügung, ein langjähriger „senior adviser“ für junge ÄrztInnen aller Subspezialitäten.

Wie jedes Jahr war SABCS auch in diesem Jahr die ausschlaggebende Standortbestimmung in Brustkrebsprävention, -diagnose und  -therapie und lenkte gleichzeitig den Blick in die Zukunft. Hochrangige Vortragende und ein übersichtlich gegliedertes Programm mit wenigen Parallelveranstaltungen – diese Zutaten machten das Brustkrebsmeeting zu einem spannenden und lehrreichen Kongress, der mit wichtigen Ergebnissen aufwarten konnte.

Mentor Univ.-Prof. Dr. Michael Stierer und Stipendiat Dr. Christoph Suppan berichten vom San Antonio Breast Cancer Symposium.

Für future-Stipendiat Dr. Suppan waren vor allem die Daten zu HER2-positiven Tumoren interessant, wie z.B. die Detailauswertung der NeoALLTO-Studie zur Korrelation zwischen pCR und event-free-survival. Hier waren durchaus Unterschiede in den Subgruppen der HER2-positiven Tumoren in Hinblick auf den Hormonrezeptorstatus ersichtlich, was für zukünftige Studien bestimmt von Bedeutung sein wird. Auch die Diskussion um Hinzugabe von Carboplatin und/oder Bevacizumab im neoadjuvanten Therapiesetting bei den triple-negativen Tumoren in Hinblick auf die pathologische komplette Remission war aufschlussreich. „Die Plenary Lecture von Prof. Gnant zum positiven Effekt der adjuvanten Bisphosphonattherapie war auf jeden Fall ein Höhepunkt, nicht nur für österreichische Teilnehmer“, meint Dr. Suppan.

Ein Highlight zum Thema Prävention waren natürlich auch die Ergebnisse der IBIS-II-Studie zu Anastrozol bei postmenopausalen High-Risk-Patientinnen und neue Auswertungen zur Korrelation zwischen PIK3CA-Mutationen und pCR bei HER2-positiven Tumoren.

Auch Vorträge und Poster über Tumor-infiltrierende Lymphozyten (TILs) als prädiktive Marker für Therapieansprechen im neoadjuvanten Regime und Auswertungen zum Thema zirkulierende Tumorzellen wurden von Dr. Suppan und seinem Mentor Prof. Stierer mit großem Interesse verfolgt.

„Neben den frontalen Vorträgen konnte man auch Case Discussions mit bekannten SpezialistInnen aus sämtlichen Disziplinen besuchen und selbst kurze Fälle aus der Praxis präsentieren und individuelle Entscheidungen evaluieren“, zeigte sich Dr. Suppan sehr erfreut.

Prof. Stierer ergänzt: „Im Rahmen des abcsg.future-Programmes gab es ausreichend Möglichkeit, die in den verschiedenen wissenschaftlichen Sitzungen präsentierten Ergebnisse mit Dr. Suppan zu diskutieren und sie auch im Hinblick auf ihren derzeitigen praktischen Stellenwert einzuordnen.“ „Die Gesprächsbasis war hervorragend und es kam zu interessanten und durchaus anspruchsvollen Diskussionen“, so das Resümmee von Stipendiat und Mentor.

Die ABCSG freut sich, dass dieses exzellente Angebot des kollegialen Austauschs von beiden Beteiligten so positiv aufgenommen wurde und interessierten PrüfärztInnen auch im nächsten Jahr zur Verfügung stehen kann.


mehr Beiträge zum Thema:
, :


Top