23.09.2009

ABCSG präsentiert Studienergebnis von ABCSG-24 in Berlin:
Brustkrebstherapie wird weiter optimiert

In Österreich wurde Ende 2004 das neoadjuvante Therapieprotokoll ABCSG-24 aktiviert, das das klinische Ziel der Erhöhung der Komplettremissionsrate (d.h. in den Operationspräparaten der Patientinnen können keine lebenden Brustkrebszellen mehr nachgewiesen werden) zum Ziel hatte. Das beeindruckende Studienergebnis wurde heute von Prof. Dr. Günther Steger in Berlin präsentiert.

Österreichweit konnte in 27 ABCSG-Zentren 536 Patientinnen die Teilnahme an der neoadjuvanten Therapiestudie ABCSG-24 ermöglicht werden. Die ersten beeindruckenden Ergebnisse dieses innovativen Therapieprotokolls liegen nun vor und wurden heute in der Presidential Session auf dem Europäischen Krebskongress ECCO/ESMO in Berlin von Prof. Günther Steger präsentiert.

In der Gruppe mit der Standardtherapie Epirubicin+Docetaxel (ED-Schema) wurde bei 16 Prozent der Patientinnen eine pathologische Komplettremission nachgewiesen, während dies in der Gruppe mit Epirubicin+Docetaxel+Capecitabine bei 24 Prozent der Fall war.

Dieser Unterschied in der pathologischen Komplettremissionsrate von 16 Prozent versus 24 Prozent ist nicht nur statistisch signifikant, sondern auch klinisch relevant, da bei der Häufigkeit der Brustkrebserkrankungen weltweit ein absoluter Unterschied von acht Prozent bzw. ein relativer Unterschied von circa 50 Prozent viele Frauen betrifft. Somit stellt das Ergebnis der Studie einen weiteren wichtigen Schritt zu Therapieoptimierung und Verbesserung der Überlebenswahrscheinlichkeit der Brustkrebspatientinnen dar.


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