16.04.2009


Univ.-Prof. Dr.
Michael Stierer


Dr. Christoph Tausch

abcsg.future: ein erster Erfahrungsbericht von St. Gallen

Die ersten Stipendiaten haben Anreise, Unterkunft und Kongressgebühr durch das Nachwuchsförderprogramm der ABCSG finanziert bekommen. Zwei Vorstandsmitglieder der ABCSG, Univ.-Prof. Dr. Michael Stierer vom Brustzentrum Hanusch KH und Dr. Christoph Tausch vom Brustzentrum Zürich, haben sich als Mentoren während des Kongressaufenthaltes zur Verfügung gestellt. Sie berichten über ihre ersten Erfahrungen mit abcsg.future
Warum haben Sie sich als Mentor für Modul 2 – Betreuung von StipendiatInnen auf Kongressen – zur Verfügung gestellt?

Michael Stierer: In den westlichen Industrieländern stellt das Mammakarzinom weiterhin ein ganz wesentliches gesundheitspolitisches Problem dar. Jüngst bekannt gewordene sehr erfreuliche Daten zeigen, dass in Österreich bei der Behandlung dieser Erkrankung Hervorragendes geleistet wird. Die ABCSG hat daran nicht unmaßgeblichen Anteil. Neben der Entwicklung innovativer, weltweit anerkannter Therapiekonzepte ist es auch gelungen, mittels der österreichweiten Studienzentren jenen Qualitätsstandard flächendeckend zu implementieren, der letztlich diese Erfolge ermöglicht.

In diesem Zusammenhang erscheint mir die „Nachwuchspflege“ von besonderer Bedeutung zu sein. Es war mir daher als Vorstandsmitglied der ersten Stunde Freude und Anliegen gleichermaßen, meine Erfahrungen jungen KollegInnen im Rahmen des Besuches eines eminent wichtigen Weltkongresses zur Verfügung zu stellen. St. Gallen brachte heuer in ganz hervorragender Weise eine wissenschaftliche Standortbestimmung aller diagnostischen und therapeutischen Facetten beim Management des Mammakarzinoms.

Ebenso wurden mögliche Zukunftsentwicklungen und auch Visionen vermittelt. Ich denke, dass es für junge ambitionierte ÄrztInnen, die sich der Herausforderung des Problemkreises Mammakarzinom stellen, in Anbetracht des fast exponential wachsenden Faktenwissens wichtig sein könnte, gemeinsam mit Kollegen, die diese rasante Entwicklung miterlebt haben, das Gehörte und Gesehene zu sichten und zu diskutieren. Dies war letztlich die Motivation, mich als Mentor in St. Gallen zur Verfügung zu stellen.

Christoph Tausch: Es ist mir ein Anliegen, dass junge KollegInnen, die in der ABCSG als Prüfärzte arbeiten, gefördert werden. Da ich vorhatte, am Kongress in St. Gallen teilzunehmen, war es für mich eine leichte Entscheidung, so eine Funktion zu übernehmen. Schließlich sind wir in der Studiengruppe auf motivierte Nachwuchsköpfe angewiesen.

Wie konnten Sie die Stipendiaten unterstützen?

Christoph Tausch: Wir trafen uns wiederholt zu Besprechungen in den Kongresspausen. Mein Stipendiat bedurfte eigentlich keiner besonderen Anleitung. Er hat sich selbst bei den Vorträgen an der Diskussion beteiligt und dabei sein Wissen und seine unkonventionellen Ideen wortgewandt unter Beweis gestellt.

Michael Stierer: Nach der ersten Kontaktaufnahme mit Frau Dr. Schneuber haben wir regelmäßige Treffen zwischen den einzelnen Sitzungen vereinbart. Dabei besprachen wir gemeinsam wesentliche Inhalte der Präsentationen und versuchten u.a., derzeit praxisrelevante Schwerpunkte von möglicherweise in der Zukunft Bedeutsamen abzugrenzen. Bei dem so entstandenen Dialog konnte ich bei Frau Dr. Schneuber eine überaus ambitionierte Grundeinstellung gepaart mit großem Interesse feststellen. Ich kann mir vorstellen, ihr im Rahmen meiner Möglichkeiten für spezielle Fragestellungen auch weiterhin zur Verfügung zu stehen.

Würden Sie sich wieder als Mentor zur Verfügung stellen?

Michael Stierer: Ich bin bereit, meine Tätigkeit als Mentor im Rahmen der San Antonio-Brustkrebskonferenz 2009 zur Verfügung zu stellen.

Christoph Tausch: Jederzeit.


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