Die ABCSG: Über uns

Die ABCSG (Austrian Breast & Colorectal Cancer Study Group) ist Österreichs größte und bekannteste akademische Forschungsorganisation, die international erfolgreich klinische Studien zu Brust- und Darmkrebs durchführt, seit 2013 auch Projekte zu Bauchspeicheldrüsenkrebs. Unsere vorrangigen Ziele sind, die Diagnostik, Therapie und Nachbehandlung österreichweit zu vereinheitlichen und den PatientInnen die bestmögliche, neueste Therapie zukommen zu lassen. Seit 1984 haben mehr als 26.000 Patientinnen und Patienten weltweit an ABCSG-Studien teilgenommen.

Unsere Hauptziele sind die Unterstützung und weitere Verbesserung der Standardisierung in der Diagnose und Behandlung von Brust-, Darm- und Bauchspeicheldrüsenkrebs sowie die bestmögliche und zeitgemäße Therapie für unsere Patientinnen und Patienten. Multidisziplinarität ist ein wesentlicher Schlüssel für unseren weltweiten Erfolg und hat wesentlich dazu beigetragen, die Heilungschancen und das Überleben der Patientinnen und Patienten zu verbessern. Unsere klinischen Studien und translationalen Forschungsprojekte sind sehr transparent und werden in jeder Phase von Ethikkommissionen, den zuständigen Behörden und einem hochprofessionellen sowie engagierten operativen ABCSG-Team überwacht.

Patientenvertrauen

In Westeuropa erkrankt bereits jede achte Frau an Brustkrebs. Auch die Diagnose Darmkrebs steigt – jährlich erkranken 5.000 ÖsterreicherInnen. In vielen Ländern Europas ist es äußerst schwierig, PatientInnen zur Teilnahme an einer Studie zu bewegen. In Österreich ist es der ABCSG gelungen, ein studienfreundliches Klima zu schaffen. Mittlerweile nimmt jede zweite postmenopausale und jede dritte prämenopausale Brustkrebspatientin in Österreich an Studien der ABCSG teil.

Zusammenarbeit als oberstes Gebot

Interdisziplinarität in der modernen Krebstherapie ist unerlässlich. In der ABCSG arbeiten ÄrztInnen aus unterschiedlichen Fachrichtungen zusammen: Chirurgie, Radiotherapie, internistische Onkologie, Radiologie, Gynäkologie, Histopathologie, Psychologie und Rehabilitationstherapie. Gemeinsam werden diagnostische und therapeutische Fragestellungen aufgegriffen und im Rahmen randomisierter klinischer Studien auf höchstem Qualitätsniveau beantwortet.

Transparenz, Ethik & Unabhängigkeit

In Österreich gehören heute an die 100 Zentren, in denen rund 900 PrüfärztInnen und 250 Study Nurses tätig sind, der ABCSG an. Diese verpflichten sich durch ihre Teilnahme zu landesweiten Qualitätskontrollen. Die durchgeführten klinischen Studien sind in höchstem Maße transparent und werden in jeder Phase durch Ethikkommissionen und durch die zuständigen Behörden überwacht. Die Sicherheit und das Wohl der StudienteilnehmerInnen stehen über den Interessen der Wissenschaft.

Zum Nutzen tausender Betroffener

Durch zahlreiche Kontrollmechanismen und eine konsequente Nachsorge erhöhen sich Lebensqualität und Lebenserwartung der StudienteilnehmerInnen. Die Wahrscheinlichkeit, erneut an Brust- oder Darmkrebs zu erkranken, sinkt. Mittlerweile vertrauen tausende PatientInnen der ABCSG.

Internationale Vernetzung

Klinische Forschung erfolgt zu einem überwiegenden Teil in Form nationaler sowie internationaler Kooperationen. Früh hat man in der ABCSG erkannt, dass ein sehr breites Forschungsfeld unverzichtbar ist, umso mehr, als die Krebsbehandlung eine Kombination verschiedener Therapien erfordert und auf ein multidisziplinäres Vorgehen angewiesen ist. Ein kleines Land wie Österreich kann es nicht alleine schaffen, klinische Studien mit ausreichenden Fragestellungen durchzuführen. Die ABCSG arbeitet deshalb an internationalen klinischen Forschungsprojekten mit oder leitet sie.

Was die Zukunft bringt

Das Engagement der ABCSG hat sich zu Beginn auf das Mamma- und später auch auf das kolorektale Karzinom konzentriert, jetzt kommen schrittweise andere Krebsentitäten hinzu. Mittlerweile führt die ABCSG auch Studien zu Lebermetastasen und zum Pankreaskarzinom durch. Der Medical Need ist hoch, zählt dieses Karzinom zwar nur zur 11. häufigsten Krebserkrankung, jedoch hinsichtlich der tumorbedingten Todesursache rangiert das Pankreaskarzinom auf Platz 4.